Zuletzt fachlich geprüft: 30. Oktober 2026

DDR5-6000 CL30 oder DDR5-6400 CL32?

Datenrate und theoretische CAS-Latenz korrekt vergleichen – ohne unbelegte FPS-Versprechen.

Beide Beispiele ergeben 10 ns tCL

Die theoretische CAS-Komponente wird mit 2000 × CL ÷ Datenrate in MT/s berechnet. DDR5-6000 CL30 ergibt 2000 × 30 ÷ 6000 = 10 ns. DDR5-6400 CL32 ergibt 2000 × 32 ÷ 6400 = ebenfalls 10 ns.

Das ist eine nützliche Normalisierung, aber kein vollständiger Leistungsvergleich. Weitere Timings, Speichercontroller, Mainboard-Layout, BIOS-Training und Anwendung beeinflussen das Ergebnis.

Was die höhere Datenrate aussagt

6400 MT/s beschreibt eine höhere nominelle Transferdatenrate als 6000 MT/s. Ob sie im konkreten System stabil erreicht wird und einen messbaren Vorteil liefert, hängt von Plattform, Bestückung und Einstellungen ab. Die Angabe allein garantiert weder eine bestimmte Bandbreite im Programm noch mehr Bilder pro Sekunde.

Profile und Standardbetrieb trennen

Viele leistungsorientierte Kits erreichen die beworbene Kombination über XMP oder EXPO. Solche Profile hinterlegen Takt, Timings und Spannung. Sie müssen vom Board unterstützt und im BIOS aktiviert werden; sie sind von konservativen Standardwerten zu unterscheiden.

Ein Profil auf dem Modul ist keine Garantie, dass jede CPU- und Board-Kombination diese Einstellung mit jeder Modulanzahl stabil betreibt.

Praktische Auswahl

Prüfe zuerst DDR5-Unterstützung, QVL-Hinweise, maximale Datenrate für die konkrete Modulanzahl und das passende Profil. Vergleiche danach Gesamtpreis, Kapazität und Rückgabebedingungen. Wenn beide Kits dieselbe tCL haben, sollte die Entscheidung nicht mit einer erfundenen Latenzüberlegenheit begründet werden.

Nächster sinnvoller Schritt

Quellen

Abruf und fachliche Prüfung am 2026-10-30. Herstellerangaben können sich ändern; für konkrete Hardware gilt die Dokumentation des exakten Modells.